KDE-206

Aus DGfM
(Weitergeleitet von 5-005)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schlagwort: Wundverschluss, Narbenexzision, Dehnungsplastik

Stand: 2007-12-18

Aktualisiert SEG4: 15.01.2015

Aktualisiert FoKA: 15.09.2010

OPS: 5-894 5-903

Problem/Erläuterung

Aufnahme eines Patienten zur Exzision einer schmerzhaften breiten Narbe am Unterschenkel. Zum Wundverschluss wurden die Wundränder durch Spreizen des Subcutangewebes mobilisiert und Burow-Dreiecke reseziert (kleine Hautdreiecke, die zum Längenausgleich an ungleich langen Wundrändern aus dem Endbereich des kürzeren Randes zu dessen Verlängerung herausgeschnitten werden), um ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen. Ist die zusätzliche Kodierung einer Dehnungsplastik mit einem OPS-Kode aus 5-903 Lokale Lappenplastik an Haut und Unterhaut korrekt?

Kodierempfehlung

Bei jedem Wundverschluss im Rahmen einer Narbenexzision wird ein kosmetisch gutes Ergebnis angestrebt. Die im Einzelfall erforderliche Wundrandmobilisation, einschließlich der Entfernung kleiner Hautareale, um eine spannungsfreie Wundadaptation zu erzielen, ist als integraler Bestandteil einer Narbenexzision (5-894 Lokale Exzision von erkranktem Gewebe an Haut und Unterhaut) zu bewerten. Der Leistungsinhalt einer lokalen Lappenplastik (OPS 5-903 Lokale Lappenplastik an Haut und Unterhaut) kann aus den vorliegenden Informationen nicht abgeleitet werden.

Siehe auch Kodierempfehlung 264.

Kommentar FoKA

Dissens (Revision 15.09.2010):

In dem Kode 5-894 ist eine einfache Exzision ggf. mit Mobilisation der unmittelbaren Wundränder dargestellt. Darüber hinaus gehende Maßnahmen zum Wundverschluss sind in diesem Kode nicht enthalten.

Bei einer lokalen Lappenplastik wird Hautgewebe durch zusätzliche Entlastungsschnitte (z.B. auch Bürow-Dreiecke) oder den Einsatz von Expandern mobilisiert, um Wundränder spannungsfrei zu adaptieren oder Defekte zu decken. Dazu sind unterschiedliche Verfahren gebräuchlich, die in der 5. Stelle differenziert werden.

Ein Kode aus 5-903 ist zusätzlich zu verwenden, um den Aufwand einer plastischen Korrektur abzubilden.

Hinweis

Siehe auch KDE-6 und KDE-264.

Rückmeldung SEG 4

Kein Änderungsbedarf, weil hier keine Lappenplastik erfolgte, sondern der Wundverschluss.


Direkt-Link SEG-4

Zurück zu KDE-205

Weiter zu KDE-208

Zurück zur Übersicht