Diskussion:Anfrage 0319

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Eine Beatmung, die nicht zum Zweck einer Operation begonnen wurde, z.B. in der Intensiv-behandlung nach einer Kopfverletzung oder einer Verbrennung, zählt unabhängig von der Dauer immer zur Gesamtbeatmungszeit. Werden bereits beatmete Patienten operiert, so zählt die Operationszeit zur Gesamtbeatmungszeit. Wenn der OPS 8-837.00 Perkutan-transluminale Gefäßintervention an Herz und Koronargefäßen: Ballon-Angioplastie: Eine Koronararterie für gewöhnlich keine Vollnarkose vorsieht, gehe ich davon aus, dass es sich hier um eine Intervention im Rahmen der Intensivbehandlung und nicht um eine Operation handelt. Somit wäre tatsächlich eine Beatmungszeit von 28 Stunden korrekt. Wenn nicht wäre hier zwingend eine Klarstellung notwendig.--Loehr (Diskussion) 13:16, 8. Okt. 2021 (CEST)


Spannende Frage! Die Unsicherheit, die aus der Antwort von Frank klingt, teile ich. Das wäre ein Fall für den Schlichtungsausschuss, meine ich! --Salome (Diskussion) 10:53, 11. Okt. 2021 (CEST)


Bei der Ballonangioplastie handelt es sich nicht um eine Operation, sondern um eine Intervention (andere Partition). Lt. DKR 1001s wird "Die maschinelle Beatmung während einer Operation im Rahmen der Anästhesie [...] als integraler Bestandteil des chirurgischen Eingriffes angesehen." Es handelt sich bei der Ballonangioplastie zum einen nicht um einen chirurgischen Eingriff und zum anderen wird diese in aller Regel ohne Anästhesie oder gar Beatmung durchgeführt. Nach meiner Auffassung der aktuellen DKR sind daher, wie von Frank aufgeführt, 28h korrekt, wenn der Patient nicht am Tag nach der Intervention bzw. dem Tag mit Ende der Beatmungstherapie entlassen worden ist. Dann würde für diesen Tag gemäß DKR nur die tatsächlich geleistete Beatmungsdauer an diesem Tag zählen.--Schaefer (Diskussion) 17:52, 11. Okt. 2021 (CEST)


Hier erfolgt die Beatmung nicht auf Grund der Koro sondern weil eine Vollnarkose erforderlich ist. Die Koro geht üblicherweise ohne Beatmung, daher wäre es kein integraler Bestandteil der Prozedur, die keine OPeration an sich darstellt. Jedoch erfordert die Vollnarkose zwingend eine Beatmung- hier ist sie integraler Bestandteil. Die DKR besagt: "Die maschinelle Beatmung während einer Operation im Rahmen der Anästhesie wird als integraler Bestandteil des chirurgischen Eingriffs angesehen" Auch hier wird auf den Rahmen der Anästhesie abgestellt. Damit ist zumindest neben der Koro auch die nicht übliche Vollnarkose (aus 8-90) zu kodieren. Vom Wortlaut der DKR her ist allerdings formal mit 28h Beatmung zu rechnen- eine Klarstellung wie schon vorgeschlagen halte ich für erforderlich. Ich würde den Fall im täglichen Leben wohl nicht beklagen wollen.--Neiser (Diskussion) 15:04, 12. Okt. 2021 (CEST)


Zustimmung zu den Vorrednern

Ein OPS-Kode aus Kapitel 8 triggert keine operative Partition und eine Vollnarkose ist üblicherweise nicht für eine Stentimplantation erforderlich. Es ist die gesamte Beatmungszeit anzurechnen. --Dennler (Diskussion) 15:45, 17. Okt. 2021 (CEST)



Im Sinne der DKR 1001s ist der OPS-Kode 8-837.00 klassifikatorisch einem operativen Eingriff gleichzustellen. Die Intervention ist invasiv, also unter Verletzung der körperlichen Integrität und wird durchgeführt, um eine Erkrankung mittel medizinischer Instrumente zu erforschen und zu heilen. Damit erfüllt sie m.E. die Definition einer Operation und ist damit eine Maßnahme i. R. der DKR. Obige Definition zu Grunde gelegt wurde die Beatmung im Rahmen einer Vollnarkose zur Durchführung einer Intervention begonnen und lag unter 24h lag. Sie ist damit integraler Bestandteil der Intervention. Im Unterschied dazu heißt es in der DKR 1001s: „Eine Beatmung, die nicht zum Zweck einer Operation begonnen wurde, z.B. in der Intensivbehandlung nach einer Kopfverletzung oder einer Verbrennung, zählt unabhängig von der Dauer immer zur Gesamtbeatmungzeit. Werden bereits beatmete Patienten operiert, so zählt die Operationszeit zur Gesamtbeatmungszeit.“


V.Tiedemann



Aus der Beschreibung des Falls geht nicht hervor, warum die Vollnarkose erforderlich war. Ohne weitere Angaben ist davon auszugehen, dass sie doch zur Durchführung des Eingriffs erfolgt ist. Diesen würde ich auch einer "Operation" gleichstellen, mit dem Ergebnis, dass keine Beatmungsstunden anzurechnen sind.

--Bartkowski (Diskussion) 11:51, 15. Nov. 2021 (CET)