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Ich sehe hier keine Sklerosierungsbehandlung, da die Wirkun auf einer Immunreakton mit lokaler Entzündung beruht.
Bei dem beschriebenen Verfahren handelt es sich um die direkte Punktion einer Lymphgefäßmalformation. Die Applikation von OK-432 als Immunstimulanz bewirkt eine lokale Entzündungsreaktion, die über den OPS [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-52...8-54.htm#code8-541 8-541.x Instillation von und lokoregionale Therapie mit zytotoxischen Materialien und Immunmodulatoren: Sonstige] spezifisch abgebildet wird.
8-020-x Sonstige therapeutische Injektion.
Eine spezifischere Kodierung müsste beantragt werden.
Für den Wirkstoff müsste ggf. ein OPS-Kode aus dem Kap. 6 beantragt werden.
R.Bartkowski
[[Benutzer:Bartkowski|Bartkowski]] ([[Benutzer Diskussion:Bartkowski|Diskussion]])


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Aktuelle Version vom 30. September 2026, 14:22 Uhr

1. Thema: OPS-Abbildung einer perkutanen Sklerotherapie eines Lymphangioms der Mundhöhle mittels OK-432 (Picibanil)

Anfrage vom: 17.06.2026

Stand: 30.09.2026


2. Problembeschreibung:

Bei einer Patientin mit einem Lymphangiom im Bereich der linken Mundhöhle/Uvula palatina erfolgte eine interventionell-radiologische Therapie mittels Punktion und intraläsionaler Applikation von OK-432 (Picibanil).

Nach flächiger Haut-/Schleimhautdesinfektion und sterilem Abdecken wurde die Malformation an einer Position punktiert. Nach vorsichtiger Kontrastmitteldarstellung und Verifikation der intraläsionalen Lage erfolgte die Applikation von insgesamt 1 KE (= 0,1 ml Streptokokkenlysat) OK-432 (Picibanil). Anschließend Wund- und Druckverband.

Im Befund wird die erfolgreiche Punktion beschrieben. Dabei entleerte sich klare Flüssigkeit ohne Blutanteile. Abschließend erfolgte die Sklerotherapie des Lymphangioms der Uvula palatina mittels OK-432.

Für die Applikation von OK-432 bei lymphatischen Malformationen konnte kein eindeutig zutreffender OPS-Kode identifiziert werden. Insbesondere ist unklar, ob die Maßnahme als Sklerotherapie einer Gefäß-/Lymphgefäßmalformation abzubilden ist und welche OPS-Kategorie hierfür heranzuziehen ist.


3. Frage:

Wie ist die perkutane/intraläsionale Applikation von OK-432 (Picibanil) zur Behandlung eines Lymphangioms der Mundhöhle (Uvula palatina) im OPS korrekt zu verschlüsseln?

Insbesondere bitten wir um Stellungnahme,

• ob die Behandlung als Sklerotherapie einer lymphatischen Malformation abzubilden ist,
• ob hierfür ein Kode aus dem Bereich der interventionellen Gefäß-/Malformationstherapie anzuwenden ist,
• ob die verwendete Substanz OK-432 als embolisierende bzw. sklerosierende Flüssigkeit im Sinne des OPS anzusehen ist,
• oder ob derzeit keine spezifische OPS-Abbildung für dieses Verfahren existiert.


4. ggf. Lösungsansatz:

Aus unserer Sicht käme grundsätzlich eine Kodierung aus dem Bereich der interventionellen Behandlung von Gefäß- bzw. Lymphgefäßmalformationen mit sklerosierenden Flüssigkeiten in Betracht. Eine eindeutige Zuordnung konnte jedoch anhand der OPS-Systematik nicht vorgenommen werden.


5. ICD / OPS / DKR / Gesetze:

ICD:
• D18.1 Lymphangiom (soweit zutreffend)
OPS:
• mögliche Prüfung Bereich 8-836 bzw. 8-83b (interventionelle Behandlung von Gefäßmalformationen / sklerosierende Flüssigkeiten)
DKR:
• keine spezifische Regelung bekannt
Gesetze:
• keine


Antwort

Bei dem beschriebenen Verfahren handelt es sich um die direkte Punktion einer Lymphgefäßmalformation. Die Applikation von OK-432 als Immunstimulanz bewirkt eine lokale Entzündungsreaktion, die über den OPS 8-541.x Instillation von und lokoregionale Therapie mit zytotoxischen Materialien und Immunmodulatoren: Sonstige spezifisch abgebildet wird.

(Stand: 30.09.2026)


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