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'''1. Thema:'''  OPS 2026 – Ermittlung der Menge embolisierender Flüssigkeiten gemäß 8-83b.n ff. bei der konventionellen transarteriellen Chemoembolisation (cTACE) mit einer Lipiodol-Zytostatika-Emulsion.
'''1. Thema:'''  OPS 2026 – Ermittlung der Menge embolisierender Flüssigkeiten gemäß [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-83b 8-83b.n ff.] bei der konventionellen transarteriellen Chemoembolisation (cTACE) mit einer Lipiodol-Zytostatika-Emulsion.


'''Anfrage vom:''' 16.10.2026
'''Anfrage vom:''' 16.10.2026
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Die Zytostatika werden in einer wässrigen Zubereitung mit Lipiodol zu einer gemeinsamen Emulsion verarbeitet und über den Mikrokatheter appliziert.<br>
Die Zytostatika werden in einer wässrigen Zubereitung mit Lipiodol zu einer gemeinsamen Emulsion verarbeitet und über den Mikrokatheter appliziert.<br>
Konkretes Fallbeispiel:<br>
 
'''Konkretes Fallbeispiel:'''<br>
Bei einer cTACE wurden Doxorubicin, Mitomycin C und Lipiodol in einer Spritze zu einer Emulsion vermischt. Das tatsächlich applizierte Gesamtvolumen dieser Emulsion betrug 7 ml.<br>
Bei einer cTACE wurden Doxorubicin, Mitomycin C und Lipiodol in einer Spritze zu einer Emulsion vermischt. Das tatsächlich applizierte Gesamtvolumen dieser Emulsion betrug 7 ml.<br>
Die Menge des darin enthaltenen Lipiodols wurde nicht separat als appliziertes Einzelvolumen dokumentiert.<br>
Die Menge des darin enthaltenen Lipiodols wurde nicht separat als appliziertes Einzelvolumen dokumentiert.<br>
Für die OPS-Kodierung ergibt sich nun die Frage, welche Bestandteile bei der Ermittlung der Menge der embolisierenden Flüssigkeit zu berücksichtigen sind.<br>
Für die OPS-Kodierung ergibt sich nun die Frage, welche Bestandteile bei der Ermittlung der Menge der embolisierenden Flüssigkeit zu berücksichtigen sind.<br>
Nach OPS 8-836.9 ff. sind Art und Menge der verwendeten embolisierenden Flüssigkeiten zusätzlich anzugeben.<br>
Nach OPS [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-836 8-836.9 ff.] sind Art und Menge der verwendeten embolisierenden Flüssigkeiten zusätzlich anzugeben.<br>
Der Zusatzkode 8-83b.n ff. differenziert die Menge anhand des applizierten Flüssigkeitsvolumens in Millilitern.<br>
Der Zusatzkode [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-83b 8-83b.n ff.] differenziert die Menge anhand des applizierten Flüssigkeitsvolumens in Millilitern.<br>
Unklar ist aus unserer Sicht, ob sich diese Mengenangabe auf das reine Volumen des eigentlichen Embolisationsmittels Lipiodol bezieht oder auf das Gesamtvolumen der als Emulsion applizierten Lipiodol-Zytostatika-Mischung.<br>
Unklar ist aus unserer Sicht, ob sich diese Mengenangabe auf das reine Volumen des eigentlichen Embolisationsmittels Lipiodol bezieht oder auf das Gesamtvolumen der als Emulsion applizierten Lipiodol-Zytostatika-Mischung.<br>
Da die wässrige Zytostatikazubereitung zwar Bestandteil der applizierten Emulsion ist, jedoch nicht isoliert als Embolisationsmittel eingesetzt wird, ergeben sich unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten.
Da die wässrige Zytostatikazubereitung zwar Bestandteil der applizierten Emulsion ist, jedoch nicht isoliert als Embolisationsmittel eingesetzt wird, ergeben sich unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten.
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'''3. Frage:'''
'''3. Frage:'''


Ist bei einer konventionellen TACE mit einer vor Ort hergestellten Lipiodol-Zytostatika-Emulsion für den Mengen-Zusatzkode 8-83b.n ff.
Ist bei einer konventionellen TACE mit einer vor Ort hergestellten Lipiodol-Zytostatika-Emulsion für den Mengen-Zusatzkode [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-83b 8-83b.n ff.]


a) ausschließlich das tatsächlich applizierte Volumen des embolisierenden Lipiodols maßgeblich,
a) ausschließlich das tatsächlich applizierte Volumen des embolisierenden Lipiodols maßgeblich,
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Aus unserer Sicht sind zwei Interpretationen denkbar:<br>
Aus unserer Sicht sind zwei Interpretationen denkbar:<br>


Variante A – Berücksichtigung ausschließlich des Lipiodolvolumens:<br>
'''Variante A – Berücksichtigung ausschließlich des Lipiodolvolumens:'''<br>
Maßgeblich wäre nur das tatsächlich applizierte Volumen des embolisierend wirkenden Lipiodols. Die wässrige Zytostatikazubereitung würde nicht in die Mengenberechnung einbezogen, da diese primär der lokalen Chemotherapie dient.<br>
Maßgeblich wäre nur das tatsächlich applizierte Volumen des embolisierend wirkenden Lipiodols. Die wässrige Zytostatikazubereitung würde nicht in die Mengenberechnung einbezogen, da diese primär der lokalen Chemotherapie dient.<br>


Variante B – Berücksichtigung des gesamten Emulsionsvolumens:<br>
'''Variante B – Berücksichtigung des gesamten Emulsionsvolumens:'''<br>
Maßgeblich wäre das vollständige Volumen der tatsächlich applizierten Lipiodol-Zytostatika-Emulsion, da diese als gemeinsame Zubereitung intraarteriell verabreicht wird und sich die Bestandteile während der Applikation nicht voneinander trennen lassen.<br>
Maßgeblich wäre das vollständige Volumen der tatsächlich applizierten Lipiodol-Zytostatika-Emulsion, da diese als gemeinsame Zubereitung intraarteriell verabreicht wird und sich die Bestandteile während der Applikation nicht voneinander trennen lassen.<br>


Bei dem genannten Fallbeispiel mit 7 ml Gesamtvolumen würde Variante B zur Kodierung von 8-83b.n2 (6 ml bis unter 9 ml) führen.<br>
Bei dem genannten Fallbeispiel mit 7 ml Gesamtvolumen würde Variante B zur Kodierung von [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-83b 8-83b.n2] (6 ml bis unter 9 ml) führen.<br>
Bei Variante A wäre hingegen das separat ermittelte und tatsächlich applizierte Lipiodolvolumen für die Wahl des Mengen-Zusatzkodes entscheidend.<br>
Bei Variante A wäre hingegen das separat ermittelte und tatsächlich applizierte Lipiodolvolumen für die Wahl des Mengen-Zusatzkodes entscheidend.<br>
Wir bitten um eine fachliche Einschätzung, welche Auslegung mit der OPS-Systematik vereinbar ist und welche Dokumentation für eine nachvollziehbare und prüfsichere Mengenbestimmung erforderlich wäre.
Wir bitten um eine fachliche Einschätzung, welche Auslegung mit der OPS-Systematik vereinbar ist und welche Dokumentation für eine nachvollziehbare und prüfsichere Mengenbestimmung erforderlich wäre.
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OPS 2026:<br>
OPS 2026:<br>
• 8-836.9 ff. – Selektive Embolisation mit embolisierenden Flüssigkeiten<br>
• [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-836 8-836.9 ff.] – Selektive Embolisation mit embolisierenden Flüssigkeiten<br>
• 8-83b.2 ff. – Art der Flüssigkeiten zur selektiven Embolisation<br>
• [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-83bb 8-83b.2 ff.] – Art der Flüssigkeiten zur selektiven Embolisation<br>
• 8-83b.n ff. – Menge der Flüssigkeiten zur selektiven Embolisation<br>
• [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-80...8-85.htm#code8-83b 8-83b.n ff.] – Menge der Flüssigkeiten zur selektiven Embolisation<br>
• 8-541.6 – Arterielle Instillation von und lokoregionale Therapie mit zytotoxischen Materialien und Immunmodulatoren
• [https://klassifikationen.bfarm.de/ops/kode-suche/htmlops2026/block-8-52...8-54.htm#code8-541 8-541.6] – Arterielle Instillation von und lokoregionale Therapie mit zytotoxischen Materialien und Immunmodulatoren





Aktuelle Version vom 27. Oktober 2026, 15:39 Uhr

1. Thema: OPS 2026 – Ermittlung der Menge embolisierender Flüssigkeiten gemäß 8-83b.n ff. bei der konventionellen transarteriellen Chemoembolisation (cTACE) mit einer Lipiodol-Zytostatika-Emulsion.

Anfrage vom: 16.10.2026

Stand:


2. Problembeschreibung:

Im Rahmen der interventionell-radiologischen Behandlung von Lebertumoren wird eine konventionelle transarterielle Chemoembolisation (cTACE) durchgeführt.
Hierbei werden Lipiodol und eine wässrige Zytostatikazubereitung zu einer Emulsion vermischt und anschließend selektiv bzw. superselektiv intraarteriell appliziert.
Die Lipiodol-Zytostatika-Emulsion wird nicht als gebrauchsfertige Kombination geliefert, sondern unmittelbar vor der Intervention vor Ort hergestellt.
Verwendet werden unter anderem folgende Präparate bzw. Wirkstoffe:

• Lipiodol Ultra-Fluide (ethiodiertes Öl)
• Doxorubicin
• Mitomycin C

Die Zytostatika werden in einer wässrigen Zubereitung mit Lipiodol zu einer gemeinsamen Emulsion verarbeitet und über den Mikrokatheter appliziert.

Konkretes Fallbeispiel:
Bei einer cTACE wurden Doxorubicin, Mitomycin C und Lipiodol in einer Spritze zu einer Emulsion vermischt. Das tatsächlich applizierte Gesamtvolumen dieser Emulsion betrug 7 ml.
Die Menge des darin enthaltenen Lipiodols wurde nicht separat als appliziertes Einzelvolumen dokumentiert.
Für die OPS-Kodierung ergibt sich nun die Frage, welche Bestandteile bei der Ermittlung der Menge der embolisierenden Flüssigkeit zu berücksichtigen sind.
Nach OPS 8-836.9 ff. sind Art und Menge der verwendeten embolisierenden Flüssigkeiten zusätzlich anzugeben.
Der Zusatzkode 8-83b.n ff. differenziert die Menge anhand des applizierten Flüssigkeitsvolumens in Millilitern.
Unklar ist aus unserer Sicht, ob sich diese Mengenangabe auf das reine Volumen des eigentlichen Embolisationsmittels Lipiodol bezieht oder auf das Gesamtvolumen der als Emulsion applizierten Lipiodol-Zytostatika-Mischung.
Da die wässrige Zytostatikazubereitung zwar Bestandteil der applizierten Emulsion ist, jedoch nicht isoliert als Embolisationsmittel eingesetzt wird, ergeben sich unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten.


3. Frage:

Ist bei einer konventionellen TACE mit einer vor Ort hergestellten Lipiodol-Zytostatika-Emulsion für den Mengen-Zusatzkode 8-83b.n ff.

a) ausschließlich das tatsächlich applizierte Volumen des embolisierenden Lipiodols maßgeblich,

oder

b) das gesamte tatsächlich applizierte Volumen der Lipiodol-Zytostatika-Emulsion einschließlich des wässrigen Zytostatikaanteils?
Ist die gesamte Emulsion im Sinne des OPS als embolisierende Flüssigkeit zu verstehen, obwohl die einzelnen Bestandteile unterschiedliche therapeutische Funktionen erfüllen?


4. ggf. Lösungsansatz:

Aus unserer Sicht sind zwei Interpretationen denkbar:

Variante A – Berücksichtigung ausschließlich des Lipiodolvolumens:
Maßgeblich wäre nur das tatsächlich applizierte Volumen des embolisierend wirkenden Lipiodols. Die wässrige Zytostatikazubereitung würde nicht in die Mengenberechnung einbezogen, da diese primär der lokalen Chemotherapie dient.

Variante B – Berücksichtigung des gesamten Emulsionsvolumens:
Maßgeblich wäre das vollständige Volumen der tatsächlich applizierten Lipiodol-Zytostatika-Emulsion, da diese als gemeinsame Zubereitung intraarteriell verabreicht wird und sich die Bestandteile während der Applikation nicht voneinander trennen lassen.

Bei dem genannten Fallbeispiel mit 7 ml Gesamtvolumen würde Variante B zur Kodierung von 8-83b.n2 (6 ml bis unter 9 ml) führen.
Bei Variante A wäre hingegen das separat ermittelte und tatsächlich applizierte Lipiodolvolumen für die Wahl des Mengen-Zusatzkodes entscheidend.
Wir bitten um eine fachliche Einschätzung, welche Auslegung mit der OPS-Systematik vereinbar ist und welche Dokumentation für eine nachvollziehbare und prüfsichere Mengenbestimmung erforderlich wäre.


5. ICD / OPS / DKR / Gesetze:

OPS 2026:
• 8-836.9 ff. – Selektive Embolisation mit embolisierenden Flüssigkeiten
• 8-83b.2 ff. – Art der Flüssigkeiten zur selektiven Embolisation
• 8-83b.n ff. – Menge der Flüssigkeiten zur selektiven Embolisation
• 8-541.6 – Arterielle Instillation von und lokoregionale Therapie mit zytotoxischen Materialien und Immunmodulatoren


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