Diskussion:Anfrage 0388
5-800.0h Offen chirurgische Operation eines Gelenkes: Arthrotomie: Kniegelenk
5-801.3h Offen chirurgische Operation am Gelenkknorpel und an den Menisken: Refixation eines osteochondralen Fragmentes: Kniegelenk
5-800.ch Offen chirurgische Operation eines Gelenkes: Resektion von Bandanteilen und/oder Bandresten: Kniegelenk
Der MD-Vorschlag erscheint ziemlich unspezifisch. Eine große Osteotomie sehe ich bei dem Verfahren aber auch nicht. Evtl. mal Nachfrage bei Orthopäden Unfallchirurgen.
--Dennler (Diskussion) 09:01, 21. Jan. 2026 (CET)
Zu dieser Frage gibt es ein Urteil des LSG B-W, welches hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt ist. Ich kann der darin getroffenen Argumentation aus dem gleichen Grund nicht folgen, wie ich Ulfs Beitrag verstehe: eine Osteotomie sehe ich hier nicht. Die Argumentation, dass mit dem Meissel ein Osteotom verwendet worden ist, würde im Umkehrschluss aus jeder Knochenabtragung eine Osteotomie machen.
Bei der Trochleadysplasie, die zu rezidivierenden Patellaluxationen führt, handelt es sich um eine "knöcherne Anlagestörung des distalen Femurs mit Übergang auf die Trochlea fennoris" (S 9 KR 3602/21). Daher interpretiere ich es als erkranktes Knochengewebe. Von diesem wurde ein Teil entfernt und anschließend mit einer osteochondralen Schuppe gedeckt. Für die Entfernung des Knochenspahns halte ich den OPS 5-782.ah Partielle Resektion, offen chirurgisch für zutreffend und für die Deckung den OPS 5-801.3h Refixation eines osteochondralen Fragmentes.
Dass bestimmte operative Verfahren nicht monokausal sondern mit unterschiedlichen OPS abgebildet werden müssen, ist in dem LSG Urteil ausreichend begründet. Vom Umfang her halte ich den Schlüssel 5-801.4h ebenfalls für zutreffend. In dem zitierten Operationsbericht ist aber explizit von einem Kortikalisspahn und nicht von Spongiosa die Rede.--Schaefer (Diskussion) 15:42, 21. Jan. 2026 (CET)