Diskussion:Anfrage 0312

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1. Die DKR spricht vom "Beginn der Beatmung" und "Beatmung entsprechend den Regelungen der Deutschen Kodierrichtlinien". die Vorschrift verbietet also nicht, die Beatmung in einem anderen Krankenhaus zu berücksichtigen.

2. Wenn die Entwöhnung auf einer nicht-intensivmedizinischen Einheit erfolgt, dürfen Beatmungsstunden auf dieser Einheit nicht gezählt werden, weil diese nur bei „intensivmedizinisch versorgten“ Patienten gezählt werden.

--Salome (Diskussion) 13:19, 7. Aug. 2021 (CEST)


siehe auch Anfrage 287 - sollte gemeinsam besprochen werden H.Stute

zu 1.. Dissens mit Salome: Es zählt meines Erachtens nur der Ressourcenverbrauch im eigenen Krankenhaus. - daher keine Zählung der externen Beatmungsstunden. zu 2. Konsens mit Salome --VonderGroeben (Diskussion) 23:21, 6. Sep. 2021 (CEST)


Der Kode bezieht sich auf die Dauer der Beatmung als Eingangskriterium des Patienten. Dabei ist es unerheblich, ob die Beatmung im gleichen Krankenhaus oder in einem anderen Krankenhaus oder in einer Intensivpflege-WG stattfand. Nur für die Erfassung der abrechnungsrelevanten Beatmungsstunden ist die DKR 1001s zu beachten. Diskrepanzen zwischen Beatmungsstunden und Beatmungsdauer vor Beginn des Weaning sind ggf. in einer Prüfung plausibel darzustellen (In einer gerichtlichen Klärung würde ich die Kassen um die Offenlegung der Voraufenthalte in anderen Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen bitten, da ihr diese Daten zur Verfügung stehen. --Dennler (Diskussion) 17:43, 17. Okt. 2021 (CEST)

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Lösungsansatz zu 1: Das KH in welches der zu entwöhnende Patient verlegt wird, kann von den im verlegenden KH erbrachten Behandlungstagen mit Weaning, falls begonnen, aus weiterzählen. Der Prozess des Weanings wurde ja nicht unterbrochen. An Beatmungsstunden werden nur die tatsächlich erbrachten Beatmungsstunden im Sinne der DKR gezählt. Zu klären: Wer wäre dann beweis- bzw. informationspflichtig für die Angabe der (korrekten) Beatmungszeit nach den DKR in der verlegenden Klinik? Wie wird diese Information zwischen den beiden Kliniken übermittelt (spezielle Datenfelder im §301-Datensatz)? (Hinweis Kaysers)

zu 2: Zum jetzigen Zeitpunkt kann hier keine Zählung der Beatmungsstunden im Sinne der DKR erfolgen. Der Weaningkode kann erst kodiert werden, wenn mindestens 168 h Beatmung erbracht wurden. Gleiche Problematik wie oben. Wer gibt die korrekte Anzahl der Beatmungsstunden vor?!

https://www.kaysers-consilium.de/dwnld/kaysers-weaning-2021-1.pdf

V.Tiedemann


Ich sehe hier die Notwendigkeit einer Klarstellung, wie oben bereits dargestellt.
zu 1.: Die Beatmungsstunden müssen aus meiner Sicht auch in dem zuverlegenden Haus berücksichtigt werden, da sonst der OPS 8-718.9 in Häusern ohne intensivmeidzinische Versorgung nicht angewendet werden könnte. Dabei muss sich das aufnehmende Haus auf die Angaben des zuverlegenden Hauses berufen können. Es können auch in dem zuverlegenden KH 60h und in dem aufnehmenden KH weitere mind. 36h geleistet werden. In dem aufnahmenden KH dürfen jedoch nur die selbst geleisteten Beatmungsstungen geltend gemacht werden, auch wenn diese 95h nicht übersteigen. Auch die zuvor in einem anderen KH geleisteten Weaningzeiten dürfen von dem aufnehmenden KH nicht weitergeführt werden. Es gelten nur die in dem KH geleisteten Weaningperioden. Die Beatmungsdauer zu Hause beatmeter Patienten kann berücksichtigt werden, wenn die DKR Kriterien erfüllt sind, dürfen aber von dem aufnehmenden KH nicht abgerechnet werden! Ein stationäres Weaning infolge einer durchgehenden häuslichen Beatmung dürfte aber eher eine Ausnahme sein.
zu 2.: Die Beatmungsstunden dürfen nur bei Erfüllung der Kriterien nach DKR erfasst werden. Wenn keine intensivmedizinsiche Versorgung erfolgt, können diese nicht gezählt werden.--Schaefer (Diskussion) 22:18, 14. Nov. 2021 (CET)


Die Berücksichtigung von Beatmungsstunden aus einem Voraufenthalt ist ein logisches und gewolltes Kriterium für die Weaningkodes. Die Einschränkung auf intensivmedizinisch versorge Patienten ebenso.

--Bartkowski (Diskussion) 16:54, 15. Nov. 2021 (CET)


Ergänzung: Wir sollten bei der Diskussion, ob die Stunden an dem KH geleistet werden müssen oder nicht, auch folgendes bedenken:
Dieselbe Formulierung wie in OPS 8-718 findet sich auch im OPS 1-717. Da dieser mit potenziellen Abschlägen versehen ist, gibt es die "Vereinbarung gemäß §9 Absatz 1a Nummer 8 KHEntgG über das Hähere zu Abschlägen bei Nichteinschätzung des Beatmungsstatus/Beatmungsentwöhnungspotentials und fehlender Verordnung einer erforderlichen Anschlussversorgung (B-BEP-Abschlagsvereinbarung)". Dort ist unter §2 Abs. 2 aufgeführt, dass die "mehr als 95 Stunden [...] am Standort des Krankenhauses" erfolgen müssen. Dieser Zusatz fehlt sowohl im OPS als auch in der DKR. Wenn die Betrachtungsweise der OPS 1-717 und 8-718 nicht einheitlich sein sollte, dann muss das aus meiner Sicht von offizieller Seite kommentiert werden. Ich bin gespannt auf Eure Meinung.--Schaefer (Diskussion) 11:37, 16. Nov. 2021 (CET)