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Schlagwort: Hypokaliämie, drohende, Kaliumgabe, Herzchirurgie

Stand: 2007-01-10

Aktualisiert: 2008-01-08

ICD: E87.6

Problem/Erläuterung

Nach einem herzchirurgischen Eingriff wird postoperativ häufig intravenös Kalium gegeben, ohne dass im Verlauf ein erniedrigter Serum-Kalium-Spiegel nachgewiesen wurde. Rechtfertigt dies dennoch die Nebendiagnose E87.6 Hypokaliämie?

Kodierempfehlung SEG 4

Nein, da die Diagnose der Hypokaliämie definitionsgemäß eine Erniedrigung des Serum-Kalium-Spiegels bedeutet, was bei der genannten Konstellation nicht vorlag. Hinweis: Intravenöse Kaliumgabe nach einem herzchirurgischen Eingriff ohne Nachweis einer Hypokaliämie dient im Regelfall der Vermeidung des Auftretens einer Hypokaliämie bzw. der Anhebung des Kalium-Spiegels auf hochnormale Werte zur Vermeidung postoperativer Arrhythmien. Es handelt sich damit um eine Maßnahme zur Vermeidung einer drohenden oder sich anbahnenden Hypokaliämie. Drohende oder sich anbahnende Erkrankungen sind nach DKR 2007 D001a nicht zu kodieren.

Kommentar FoKA

Konsens mit Kommetar:

Es besteht Konsens, dass eine rein prophylaktische Gabe nicht kodiert werden kann. Allerdings kann der Nachweis einer Hypokaliämie sowohl klinisch als auch paraklinisch erfolgen.

Rückmeldung SEG 4

Kein Anpassungsbedarf


Direkt-Link SEG-4

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