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Schlagwort: Stressinkontinenz, Prostatektomie, Striktur

Stand: 2007-01-10

Aktualisiert: 2008-01-08

ICD: N39.3

Problem/Erläuterung:

Die Aufnahme erfolgte primär zur Implantation einer Sphinkterprothese wegen seit 10 Jahren bestehender Stressharninkontinenz nach radikaler Prostatektomie. Im Rahmen der präoperativen Vorbereitung wurde eine Zystoskopie durchgeführt, dabei wurde ein Rezidiv einer früher schon aufgetretenen Anastomosen-Striktur gesichert. Aus diesem Grund wurde von der geplanten Sphinkterprothesenimplantation abgesehen und die Anastomosen-Striktur operativ mit TUR versorgt. Was ist hier die Hauptdiagnose?

Kodierempfehlung SEG-4

Anlass für die stationäre Aufnahme war die Stressinkontinenz (N39.3 ), deretwegen die operative Versorgung mit einer Sphinkterprothese erfolgen sollte. Diese ist somit Hauptdiagnose.

Kommentar FoKA

Dissens:

Bei zwei gleichzeitig vorliegenden Erkankungen, die eine stationäre Behandlung begründen, greift die DKR D002f "Konkurrierende Hauptdiagnosen" (Zwei oder mehr Diagnosen, die gleichermaßen der Definition der Hauptdiagnose entsprechen). Der Grund der Einweisung ist nicht automatisch die Hauptdiagnose.

Rückmeldung SEG-4

Kein Änderungsbedarf. Die Stressinkontinenz veranlasst den stationären Aufenthalt und ist deshalb Hauptdiagnose.


Direkt-Link SEG-4

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