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Schlagwort: Harnstauungsnieren, Verlegung, Hauptdiagnose

Stand: 2008-10-23

Aktualisiert:

ICD: N13.-

Problem/Erläuterung

Operation eines Retroperitonealabszesses unbekannter Ursache im erstbehandelnden Krankenhaus. Verlegung wegen Harnstauungsnieren beidseits in urologische Klinik. Im aufnehmenden Krankenhaus erfolgt zunächst Nierenfistelanlage beidseits. Eine Woche später Operation wegen bekannnter Sigma-Blasenfistel (nach laparoskopischer Sigmaresektion). Dabei finden sich Pelveoperitonitis/ Douglasabszess. Es erfolgen Fistelverschluss, DJ-Katheter beidseits. (Ureteren durch chronische Peritonitis eingeengt). Was ist Hauptdiagnose für die Behandlung im zweiten Krankenhaus?

Kodierempfehlung SEG-4

Anlass für die Aufnahme in der urologischen Klinik waren Harnstauungsnieren beidseits. Hauptdiagnose ist ein Kode aus N13.- Obstruktive Uropathie und Refluxuropathie.

Kommentar FoKA

Dissens:

Die nach Analyse festgestellte Hauptdiagnose muss nicht der Verlegungsdiagnose entsprechen.

Im Beispiel liegen unterschiedliche Probleme vor (Sigma-Fistel nach Sigma-Resektion???, Harnstauung, retroperitonealer Abszeß), die bereits bei Aufnahme im 2. Krankenhaus bestanden haben und jeweils mit differenziertem Ressourcenverbrauch behandelt wurden.

Gemäß DKR D002f kann der behandelnde Arzt die Hauptdiagnose nach dem höchsten Ressourcenaufwand auswählen.

Zur Ursache der Sigma-Resektion fehlen sämtliche Angaben, daher käme ggf. auch die DKR 0201f Auswahl der Reihenfolge der Kode bei Neubildungen in Anwendung.

Rückmeldung SEG-4

Rückmeldung steht noch aus.


Direkt-Link SEG-4

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