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'''Thema:'''  Beatmungsentwöhnung
'''Thema:'''  Differenzierung der ICD Kode [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P37 P37.-] und [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P39 P39.-]


'''1. Anfrage vom:''' 18.11.2021


'''Stand: '''   
'''1. Anfrage vom:''' 14.01.2022
 
'''Stand: '''  20.06.2022




'''2. Problembeschreibung:'''
'''2. Problembeschreibung:'''
Im Hinweis zu den Beatmungsentwöhnungs-OPS 8-718* ist geregelt, dass dieser bei Patienten mit Beatmungzeit gem. DKR über 95 bzw. 168 Stunden anzugeben ist.


Immer wieder kommt es zu Problemen bei der Auslegung im Rahmen der Kodierung / Differenzierung der ICD Kode [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P37 P37.-] ''Sonstige angeborene infektiöse und parasitäre Krankheiten'' und der ICD Kode [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P39 P39.-] Sonstige Infektionen, die für die Perinatalperiode spezifisch sind. Beide ICD Kode beschreiben Infektionen.
 
                  
                  
'''3. Frage:'''
'''3. Frage:'''


Wie sind die, in den Hinweisen der Weaning-OPS vorgegeben, Beatmungsstunden (>95 / >168 Stunden) zu verstehen?
Wie werden diese ICD Kode abgegrenzt ? Wann ist etwas angeboren zu kodieren und wann ist etwas spezifisch für die Perinatalperiode im Rahmen der Kodierung auszulegen, wenn die Infektion direkt am Tag der Geburt oder innerhalb von 7 Tagen nach der Geburt behandelt wird ?


- Sind sie die Eingangsvoraussetzung? = ab dem Überschreiten der Stundenanzahl darf der erste Weaningtag gezählt werden


- oder sind sie nur Grundvoraussetzung für die Kodierung des OPS? = der erste Weaningtag kann nach weniger als 96/169 Stunden Beatmung bereits erfolgen – der OPS wird dann kodiert, wenn der Patient während des Aufenthaltes über die Stundenzahl kommt.
'''4. ggf. Lösungsansatz:'''


Diesbezüglich liegt uns eine von ehemals DIMDI übermittelte Kodierinformation vor.


'''4. ggf. Lösungsansatz:'''
Aus klassifikatorischer Sicht, ist die Gruppe [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P37 P37.-] ''Sonstige angeborene infektiöse und parasitäre Krankheiten erregerspezifisch'' zu verwenden, d.h. wenn der Erreger bekannt ist, wird mit einem Kode aus [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P37 P37.-] verschlüsselt.


Wenn man keinen spezifischen Erreger nachgewiesen hat, aber eine Infektion vorliegt, wird mit einem Kode aus [https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/icd/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2022/block-p35-p39.htm#P39 P39.-] Sonstige Infektionen, die für die Perinatalperiode spezifisch verschlüsselt.




'''5. ICD / OPS / DKR / Gesetze:'''  
'''5. ICD / OPS / DKR / Gesetze:'''  


8-718*
1602a ''Definition der Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatal-periode haben''


Die Perinatalperiode ist in Deutschland wie folgt definiert: „Die Perinatalperiode beginnt mit Vollendung der 22. Schwangerschaftswoche (154 Tage; die Zeit, in der das Geburtsgewicht normalerweise 500 g beträgt) und endet mit der Vollendung des 7. Tages nach der Geburt.“


== Antwort ==
== Antwort ==


.....
Die ICD-Kodes P35-P39 bilden "Infektionen, die für die Perinatalperiode spezifisch sind" ab. Sofern ein spezifischer Erreger eine Zuordnung über die alphabetische oder systematische Klassifikation ermöglicht, sind Schlüssel aus P37.- zu wählen.<br>Ohne Erregernachweis ist eine organbezogene Abbildung unter P39.- vorzuziehen.<br>Fehlen in der Beschreibung der Erkrankung sowohl der spezifische Erregernachweis als auch eine der unter P39.- benannten Manifestationen, ist bei angeborenen Erkrankungen die P37.9 und bei nicht angeborenen Erkrankungen die P39.9 zu verwenden.<br>
 
(Stand: 20.06.2022)


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Aktuelle Version vom 20. Juni 2022, 15:07 Uhr

Thema: Differenzierung der ICD Kode P37.- und P39.-


1. Anfrage vom: 14.01.2022

Stand: 20.06.2022


2. Problembeschreibung:

Immer wieder kommt es zu Problemen bei der Auslegung im Rahmen der Kodierung / Differenzierung der ICD Kode P37.- Sonstige angeborene infektiöse und parasitäre Krankheiten und der ICD Kode P39.- Sonstige Infektionen, die für die Perinatalperiode spezifisch sind. Beide ICD Kode beschreiben Infektionen.


3. Frage:

Wie werden diese ICD Kode abgegrenzt ? Wann ist etwas angeboren zu kodieren und wann ist etwas spezifisch für die Perinatalperiode im Rahmen der Kodierung auszulegen, wenn die Infektion direkt am Tag der Geburt oder innerhalb von 7 Tagen nach der Geburt behandelt wird ?


4. ggf. Lösungsansatz:

Diesbezüglich liegt uns eine von ehemals DIMDI übermittelte Kodierinformation vor.

Aus klassifikatorischer Sicht, ist die Gruppe P37.- Sonstige angeborene infektiöse und parasitäre Krankheiten erregerspezifisch zu verwenden, d.h. wenn der Erreger bekannt ist, wird mit einem Kode aus P37.- verschlüsselt.

Wenn man keinen spezifischen Erreger nachgewiesen hat, aber eine Infektion vorliegt, wird mit einem Kode aus P39.- Sonstige Infektionen, die für die Perinatalperiode spezifisch verschlüsselt.


5. ICD / OPS / DKR / Gesetze:

1602a Definition der Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatal-periode haben

Die Perinatalperiode ist in Deutschland wie folgt definiert: „Die Perinatalperiode beginnt mit Vollendung der 22. Schwangerschaftswoche (154 Tage; die Zeit, in der das Geburtsgewicht normalerweise 500 g beträgt) und endet mit der Vollendung des 7. Tages nach der Geburt.“

Antwort

Die ICD-Kodes P35-P39 bilden "Infektionen, die für die Perinatalperiode spezifisch sind" ab. Sofern ein spezifischer Erreger eine Zuordnung über die alphabetische oder systematische Klassifikation ermöglicht, sind Schlüssel aus P37.- zu wählen.
Ohne Erregernachweis ist eine organbezogene Abbildung unter P39.- vorzuziehen.
Fehlen in der Beschreibung der Erkrankung sowohl der spezifische Erregernachweis als auch eine der unter P39.- benannten Manifestationen, ist bei angeborenen Erkrankungen die P37.9 und bei nicht angeborenen Erkrankungen die P39.9 zu verwenden.

(Stand: 20.06.2022)


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